«Quartieridee» und «Stadtidee» testen #ParticipatoryBudgeting in Zürich

Mit dem Projekt «Quartieridee» und «Stadtidee» testen die Vereine Nextzürich und Urban Equipe ein partizipatives Budget auf Quartier- und Stadtebene. Risiko-Dialog übernimmt die unabhängige Evalution im Auftrag der Stadt Zürich.

von Matthias Holenstein
01 Dez 2020 / 7 min read


Die Tests zum partizipativem Budget starteten in Wipkingen unter dem Namen "Quartieridee" im September 2020 und stadtweit unter "Stadtidee" im Juli 2021.  Alle Personen, die in Wipkingen bzw. in der Stadt Zürich leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen, wurden eingeladen auf der Onlineplattformen Ideen zur Gestaltung, Nutzung oder Veränderung einzubringen. Träger_innen hinter der Idee des partizipativen Budgets-Projekts sind die zivilgesellschaftlichen Vereine Nextzürich und Urban Equipe. Finanziell wird das Projekt zudem von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) und eGovernment Schweiz sowie der Stadtentwicklung Zürich unterstützt.


Voraussetzung für die Eingabe von Ideen ist, dass die Projekte gemeinnützig sind und gemäss Selbsteinschätzung mit einem Budget von maximal 40’000 Franken (quartieridee) bzw. 9'999 von insgesamt 540'000 (stadtidee) umgesetzt werden können – von geeigneten Partnerorganisationen oder den Teilnehmenden selbst. Nach der Ideensammlung findet eine Machbarkeitsprüfung mit Vertreter_innen der Vereine Nextzürich und Urban Equipe sowie der Stadt Zürich statt. Anschliessend kann die Bevölkerung auf der Online-Plattform über die Aufteilung des Budgets für die verschiedenen Ideen abstimmen.


Die Stadtentwicklung Zürich begleitet und unterstützt das Pilotprojekt im Rahmen der Smart- City-Strategie und des Strategieschwerpunkts «Smarte Partizipation erproben» des Stadtrats. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen der Stadt eine Grundlage zur Beurteilung der Frage liefern, ob das partizipative Budget ein geeignetes Instrument darstellt, um die Partizipation der Bevölkerung zu stärken. Partizipative Budgets werden bereits in vielen europäischen Städten seit längerem umgesetzt, so zum Beispiel in Paris, Helsinki oder Barcelona. Die Quartieridee und Stadtidee setzen bei der Plattform auf die Open-Source-Software «Decidim» aus Barcelona. Die Projekte werden von der Stiftung Risiko-Dialog evaluiert.